Freezone

Anlaufstelle – Streetwork - Straßenschule - StreetNight

Freezone bietet Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ganz oder teilweise auf der Straße leben, in Mannheim niedrigschwellige Angebote der Jugendhilfe. Dies umfasst neben dem Angebot einer Anlaufstelle und Streetwork durch Freezone auch das Projekt StreetNight und die Mannheimer Straßenschule. Freezone wurde 1997 zunächst als befristetes Pilotprojekt mit Unterstützung der Kirchen und der Stadt Mannheim gegründet und wissenschaftlich begleitet. Schnell zeigte sich, dass Freezone bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr gut angenommen wurde, doch stellte der von Freezone selbst aufzubringende Anteil an den Kosten in Höhe von 60.000 € pro Jahr den Fortbestand des Projektes immer wieder in Frage. Zwischenzeitlich konnte Freezone ihr Angebot um das Projekt Streetnight und die Mannheimer Straßenschule ausweiten. Seit 2010 stellt Freezone – heute unter alleiniger Trägerschaft des Johann-Peter-Hebel-Heims – ihre Angebote unter einem Dach im Freezone-„Traumhaus“ in J7, 23 zur Verfügung. Die Aufrechterhaltung und der bedarfsgerechte Ausbau des Angebotes von Freezone hängen heute und zukünftig von der Vielzahl von Privatpersonen und Unternehmen ab, die durch Ihr soziales Engagement die Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in besonders schwierigen Situationen ermöglichen. Geldspenden und nach Absprache auch Sachzuwendungen sind gerne willkommen; selbstverständlich können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.

Anlaufstelle und Streetwork von Freezone:

Der Ansatz von Freezone besteht aus einer Kombination von Komm- (Anlaufstelle) mit Gehstruktur (Streetwork). Hierbei stehen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Ansprechpartner bei Freezone während der Öffnungszeiten der Anlaufstelle zur Verfügung. Dieselben Mitarbeiter sind außerhalb der Öffnungszeiten im Rahmen des Streetwork an verschiedenen „Szeneorten“ der Mannheimer Innenstadt unterwegs. Durch die Verzahnung beider Bereiche (Anlaufstelle und Streetwork) wird die Zielgruppe nicht mit unterschiedlichen Ansprechpartnern konfrontiert. Diese Arbeit im direkten Lebensumfeld der von Obdachlosigkeit bedrohten Jugendlichen soll Kontakte herstellen und das Angebot von Freezone bekannt machen. Die Hemmschwelle für den Aufbau des Kontaktes wird dabei so weit wie möglich abgesenkt und es wird durch individuelle Hilfsangebote und einen Umgang ohne Erwartungen das Vertrauen aufgebaut, das für eine weitere Beratung und Hilfe notwendig ist. Kurz- und mittelfristig sollen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen stabilisiert werden, um ein weiteres Abrutschen in die Szenen zu verhindern. Längerfristig will Freezone zu einem „Einstieg zum Ausstieg“ motivieren und entsprechend dem von jedem Einzelnen bestimmten Tempo und Weg die notwendige Beratung und Unterstützung bieten. Damit richtet sich die Tätigkeit der Mitarbeiter von Freezone an der Lebenswelt und dem Alltag der von Obdachlosigkeit bedrohten Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus und bringt das Angebot niederschwellig an die Zielgruppe. Die Mitarbeiter von Freezone haben sich gegenüber ihrer Zielgruppe eine akzeptierende Haltung, Freiwilligkeit und Parteilichkeit zu Grundsätzen gemacht. Sie bieten Transparenz und garantieren Vertraulichkeit und Anonymität. 

Anlaufstelle:

Geöffnet: Mo, Di, Mi, Fr von 13 bis 17 Uhr und Do von 16 bis 20 Uhr. Angebote: kostenlose Verpflegung und Getränke / Wäsche waschen und trocknen / Duschmöglichkeit / Kleiderkammer / ausruhen, relaxen / Beratungsgespräche mit Mitarbeitern von Freezone / Informationen zu Jugendhilfemaßnehmen und Fachdiensten / PC-Training, Internetprojekte, Bewerbertraining / uvm. Darüber hinaus bieten die Mitarbeiter von Freezone ihren BesucherInnen  Informations- und Beratungsgespräche an. Darin kann – auf absolut freiwilliger Basis – die gegenwärtige Situation geklärt, eine persönliche Perspektive entwickelt werden. Diese Gespräche sollen zur gesellschaftlichen und sozialen Reintegration beitragen. Als konkrete Maßnahmen vermittelt und/oder begleitet Freezone die jungen Menschen außerdem zu geeigneten Kooperationspartnern wie beispielsweise:   Jugendamt/"Jugendarbeit Mobil" ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst) Sozialamt Wohnungsamt Jugendgerichts- und Bewährungshilfe Erziehungshilfeeinrichtungen Schuldner- und Rechtsberatung Drogenberatungsstellen Entgiftungs- und Therapieeinrichtung Erziehungsberatungsstellen Frauenhäuser Notaufnahme-/kurzfristige Übernachtungseinrichtungen In der Anlaufstelle gelten nur wenige Regeln. Diese sichern einen fairen Umgang miteinander und das Funktionieren von Freezone, erhalten aber die Niederschwelligkeit des Angebotes.   Es gilt: keine Drogen (auch kein Alkohol; Zigaretten sind eine Ausnahme) keine körperliche oder verbale Gewalt keine Waffen keine Rassismus, keine Ausgrenzung anderer ethnischer Gruppen keine Geschäfte Bei Verstößen droht ein vorübergehendes oder dauerhaftes Hausverbot, über das im Team beraten und entschieden wird. 
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